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Geschichte

 

Entstehungsgeschichte zum heutigen Feldschützenverein Basel

Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben sich in Basel militärische Vereine gebildet, die es sich zur Aufgabe machten, das in den kurzen Militärschulen nur mangelhaft erlernte Waffenhandwerk im privaten Leben zu festigen und zu vertiefen. Das schönste und dankbarste Feld bot die Pflege der Schiesskunst. Neben verschiedenen militärischen Gesellschaften existierten damals in Basel zwei Schiessvereine, welche der damaligen Einteilung der Infanterie entsprechend ihre besonderen Aufgaben hatten.

Der Jägerverein, der ältere der beiden Vereine, konstituierte sich am 23. April 1857 und befasste sich lange Zeit mit dem freiwilligen Schiesswesen der Basler Auszugsbataillone, sowie der Reserve- und Landwehr-Infanterie. Das baselstädtische Auszugsbataillon 80 hatte vier Kompanien. Im Jahre 1861 wurden die besten Schützen des Bataillons mit dem Jägergewehr ausgerüstet und in der IV. Kp zusammengefasst.

Aus dieser IV. Kp bildete sich im Jahre 1861 die Feldschützen-Gesellschaft, welche dank der moderneren, leistungsfähigeren Waffe und der von ihr als erster Schützenverein in der Schweiz eingeführten Ausmärsche mit Schiessübungen auf unbekannte Distanzen, rasch zunahm und den Jägerverein an Mitgliederzahl überholte.

1860
12. Mai: Fahnenweihe der Feldschützen-Gesellschaft.

1863
Ab 1863 hat der Kompaniekommandant IV / 80 die Schiessübungen des Vereins im Auftrag des Kantonalen Militärkollegiums zu überwachen und zu kontrollieren.

4. August: Wegen magerem Kassenbestand wird eine Kopfsteuer von Fr. 1.50 pro Mitglied eingeführt.

12. November: Es wurde beschlossen, dass sich der Verein dafür verwenden soll, dass am nächsten Eidg. Freischiessen besondere Scheiben für Jägergewehre aufgestellt werden.

1864
Bei Ausmärschen bezahlt der Schütze für jeden Fehlschuss (Scheibenfehler) 5 Rappen in die Vereinskasse.

8. Mai: Schiessübung mit den Jägervereinen von Aarau und Zofingen auf der Froburg.

1865
23. April: Statutenrevision: Feldschütze kann nun jeder milizpflichtige Schweizerbürger werden, ungeachtet der Waffe, mit der er ausgerüstet ist.

30. Mai: Ausmarsch nach Rünenberg und Wettschiessen mit dem Jägerverein Aarau und den Feldschützenvereinen von Aarau, Erlinsbach, Gelterkinden und Sissach.

Teilnahme von 12 Mitgliedern am Eidg. Schützenfest in Schaffhausen. Ehrengabe des Vereins: ein neues Infanteriegewehr.

20. August: Herbstausmarsch und Schiessübung mit den Feldschützen Aesch und Birsfelden beim Pfeffingerschloss.

1867
19. Mai: Zusammenkunft mit zwei Jägervereinen in Ruch-Eptingen mit einer Schiessübung auf der Laufmatt.

1868
Am 6. Januar beschlossen die Feldschützen-Gesellschaft und der Jägerverein die Verschmelzung in eine neue Gesellschaft unter dem Namen "Basler Infanterieverein". Erster Präsident: Ferdinand Aemmer. Bestand: 10 Ehrenmitglieder, 68 Aktive, 2 Freimitglieder; Vermögen Fr. 200.–.

Gemäss den Statuten konnten als Mitglieder "Milizpflichtige Schweizerbürger" und ausnahmsweise "Nichtmilizen" aufgenommen werden; als Zweck umschrieben die Statuten: Gebrauch der Schiesswaffen, nebenbei Pflege des Gesangs und der Kameradschaft. Zu den Schiessübungen, welche in der Regel am Sonntag Morgen auf der Schützenmatte abgehalten wurden, versammelten sich die Mitglieder beim Vereinslokal und marschierten gemeinsam mit der Fahne und Tambouren an der Spitze auf den Schiessplatz.

Neben den eigentlichen Schiessübungen fanden auch regelmässig bewaffnete Ausmärsche statt, u.a. um die Distanzen schätzen zu üben. In den Wintermonaten beschäftigte man sich mit Säbel- und Bajonettfechten.

Im Herbst fand ein Wettschiessen mit den Freischützen Farnsburg und der Schützengesellschaft Gelterkinden in Gelterkinden statt.

1869
neuer Präsident: J. Oberer
2. Mai: Grosses gemeinsames Wettschiessen auf der Schützenmatte mit der Feuerschützengesellschaft und den Feldschützenvereinen von Aarau und Zofingen. Die Schützengesellschaft Gelterkinden konnte nicht erscheinen, weil sie nicht genügend Hinterlader hatte.

An der Vereinssitzung vom 21. Mai wurden das Vetterligewehr, das von den Bundesbehörden als zukünftige Ordonnanzwaffe ausersehen war, und auch das Martinigewehr vorgestellt. Obwohl die Schützen dem Martinigewehr den Vorzug gaben, entschieden sich die Bundesbehörden für die Einführung der Repetierwaffe System Vetterli (10,4 mm).

Im Sommer 1869 erfolgte in Aarau die Gründung eines Schweizerischen Feldschützenvereins, dem der Basler Infanterieverein als Sektion beitrat.

1870 1. Winterausmarsch
Aus diesem Anlass wurde am 11. Mai der Verein in "Basler Feldschützenverein" umbenannt. Gleichzeitig wurde eine neue Fahne angeschafft.

1. Januar: Erster Winterausmarsch nach Bettingen.

Die Resultate der Schiessübungen von 1870 zeigten, dass das mit Argwohn aufgenommene Vetterli-Gewehr sämtliche bisherigen Ordonnanzwaffen an Präzision übertraf. Von 1870 an schossen jedes Jahr eine Anzahl Artilleristen mit unserem Verein; dies bis der Artillerieverein eine eigene Schiesssektion gründete.

In diese Zeit fällt eine Umbewaffnung. Die kantonalen Militärbehörden führten in der Folge die obligatorische Schiesspflicht für alle Milizen ein und unterstützten die Schiesstätigkeit mit Gratismunition und finanziellen Zuschüssen. Die Leitung dieser Schiessübungen wurde dem Feldschützenverein anvertraut. Es wurden damals 400 Mitglieder gezählt.

Winterausmärsche

 

 

2004

St. Jakobsschiessen

Der Feldschützenverein Basel teilt in einem Schreiben am 28. Oktober 2004 allen Sektionen mit, dass die St. Jakobskommission in Zukunft kein Historisches St. Jakobsschiessen mehr durchführen wird. Eine 80-jährige Tradition findet somit ein unerwartetes Ende!

Dieser Beschluss wurde angesichts einer auswegslosen Situation, nach einer intensiven Klausurtagung der St. Jakobskommission einstimmig, am 23. Oktober 2004 getroffen.

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Bild links:
Die begehrte St. Jakobsmedaille – eine der schönsten Medaillen, die es gab, insbesondere auch als historische Ausgabe – mit dem harten Zitat aus dem „Rosengarten“ der Schlacht: „Da friss eine der Rosen...!!!“

 

Zum Bild rechts:
32. Durchführung im Jahre 2001: Der letzte Eintrag und die letzte Zeichnung im Gästebuch des Hist. St. Jakobsschiessens, in welchem viele Unterschriften von prominenten Persönlichkeiten – auch des letzten Festredners Bundesrat Samuel Schmid - festgehalten sind

 

Text: Fritz Rudolf, Redaktor Schweizerische Schützenzeitung

Bilder: Rolf Sommer

  

Obmänner St. Jakobskommission

Jahre St. Jakobsschiessen

1924 – 1939 1. bis 7. Dr. Emil Stöcklin
1942 – 1944 8. bis 9. Brigadier Jacques Engeli
1947 – 1964 10. bis 17. Ehrenpräsident Otto Lyrer
1966 – 1976 18. bis 22. Ehrenpräsident Ulrich Götz
1978 – 1986 23. bis 26. Ehrenpräsident Beat Borer
1989 – 2004 27. bis 32. Ehrenmitglied Bruno Schmid

Letzte St. Jakobskommission 2004
Obmann Bruno Schmid
Ehrenobmann Beat Borer
Sekretariat Ruth Moresi
Finanzen/Rahmenprogramm Beat Staub
Oberschützenmeister 300m Christian Thomi
Schützenmeister 50m Rolf Sommer
Absenden Stefan Müller

 

Vereinspräsidenten

1868-1868 Ferdinand Aemmer
1869-1870 J. Oberer
1871-1873 J. Volmar
1874-1874 Gustav Donzé
1875-1875 Fritz Strübin
1876-1881 Gustav Donzé
1882-1883 Albert Lierow
1884-1885 Ferdinand Zweig
1886-1887 N. Henzi
1888-1889 Jacques Strübin
1890-1892 Emil Marti
1893-1894 Adolf Hottinger
1895-1896 Paul Schoch
1897-1899 Heinrich Täuber
1900-1901 Emil Sydler
1902-1902 Albert Lierow
1903-1904 Ferdinand Zweig
1905-1906 Fritz Doetschmann
1907-1911 Emil Stoecklin
1912-1913 Otto Billetter
1914-1917 Rudolf Wenger
1918-1921 Heinrich Kubli
1922-1922 Jacques Klein
1923-1924 Heinrich Kubli
1925-1929 Jacques Engeli
1930-1930 Hans Blattner
1931-1933 Fritz Jost 1934 Jacques Engeli Ehrenpräsident
1934-1940 Otto Lyrer
1941-1949 Willi Doetschmann
1950-1951 August Schwob
1952-1954 Ulrich Meyer
1955-1960 Ulrich Götz
1961-1963 Emil Straub
1964-1966 Rolf Hofmann
1967-1971 Willy von Radowitz 1968 Otto Lyrer Ehrenpräsident
1972-1975 Beat Borer 1976 Ulrich Götz Ehrenpräsident
1976-1979 Bernhard Theiler
1980-1983 Max Müller
1984-1984 Robert Käsermann
1985-1991 Roland Fluri
1992-1995 Christian Tschanz
1996-1999 Rolf Sommer
2000-2003 Christian Tschanz 2003 Beat Borer Ehrenpräsident
2004-2015 Bruno Schmid
2015-        Heinz Kuhny 2015 Bruno Schmid Ehrenpräsident

 

Ehrensektionen und Ehrenmitglieder

 

Ehrensektionen seit
Artillerieverein Basel 1884
Schützengesellschaft Aarau 1918
Societe de Tir de la Ville de Delémont 1918
Schützengesellschaft Liestal 1918
Feldschützenverein Luzern 1918
Schützengesellschaft der Stadt Chur 1968
Schützenclub Dornach 1968
Gesellschaft der Feuerschützen Basel 1968
Schützengesellschaft Flüelen 1968
Stadtschützen Laufenburg 1968
Stadtschützen Olten 1968
Schützengesellschaft der Stadt Zug 1968

 

Ehrenmitglieder des Feldschützenvereins

 

Abächerli Edgar    1934 1971 1998
Bichsel Paul 1926 1946 1968
Borer Beat 1921 1941 1976
Flury Roland 1946 1968 1994
Meister Werner 1935 1956 1997
Milliet René 1939 1967 1997
Schmid Bruno 1947 1965 1995
Sommer Rolf 1965 1982 2006
Theiler Bernhard 1943 1962 1981

 

Total 9 Ehrenmitglieder

 

 

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